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Rheumatoide Arthritis (RA) ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen. Charakteristisch für die RA ist eine dauerhafte Entzündung der Gelenke (Arthritis). Diese Entzündung führt zu Schwellung der Gelenke, Schmerzen und zu entzündlich-bedingten degenerativen Veränderungen der Gelenksstruktur. Bei anhaltender Dauer kann die Entzündung auch zu systemischen Begleiterkrankungen führen und zum Beispiel das kardiovaskuläre System oder den Knochen schädigen. In den letzten Jahren fokussierte sich die Forschung vor allem auf die späteren Phasen der rheumatoiden Arthritis, wobei hauptsächlich die Signalwege während der Entzündungsreaktion untersucht wurden.

 

Skizze Forschungsgruppe

Immunpathogenese der rheumatoiden Arthritis

Im Rahmen unserer DFG Forschungsgruppe FOR2886 sollen nun die Ursachen der RA sowie die Frühphase dieser Erkrankung besser untersucht und verstanden werden. Im Fokus steht hierbei vor allem der Einfluss den die natürliche Bakterien-Flora bzw. das Mikrobiom sowie eine Reihe von Umweltfaktoren (unter anderem Ernährung und Salzkonsum) auf unser Immunsystem ausübt und somit einen Bruch der Immuntoleranz herbeiführen oder auch verhindern kann. Zudem soll besser untersucht werden warum RA nur bei einem Teil der Menschen, die eine entsprechende Autoimmunreaktion aufweisen, ausbricht, während andere betroffene Menschen über Jahre symptomlos bleiben. Ein besseres Verständnis der ursächlichen molekularen und zellulären Zusammenhänge würde nicht nur neue effektivere und individualisierte Therapiestrategien ermöglichen, sondern vor allem erstmalig Optionen zur Heilung dieser Erkrankung eröffnen. Dementsprechend wird auch eine erste Studie durchgeführt, bei der durch sequenzielle Kombination mehrerer therapeutischer Eiweißmoleküle (Biologika) eine Neuprogrammierung des (gegen den eigenen Körper gerichteten) Immunsystems bei RA Patienten erfolgen soll.

 

Ballaststoffe aus der Nahrung sind kein Ballast – im Gegenteil. Die weitgehend unverdaulichen Nahrungsbestandteile sind ein gefundenes Fressen für die Darmbakterien, welche daraus kurzkettige Fettsäuren herstellen. Diese kurzkettigen Fettsäuren wirken sich positiv auf entzündliche Erkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis aus. Ernähren sich Arthritis-Patienten ballaststoffreich, erhöht sich unter anderem die Zahl der regulatorischen T-Zellen, die Autoimmunreaktionen entgegenwirken – Reaktionen, bei denen sich die Körperabwehr gegen den eigenen Organismus richtet.

Zu unserem ersten jährlichen Austausch haben wir uns am 20.02.2020 im Visionpark Herzogenaurach getroffen. Danke für den regen wissenschaftlichen Austausch und die interessanten Vorträge der Doktoranden und Projektleitern!

Gegen körpereigene Strukturen gerichtete Autoantikörper spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis. Antikörper kommen in Form verschiedener Isotypen (IgA, IgE, IgG und IgM) vor, welche verschiedene Aufgaben haben. Die bisherige Forschung h...